Ein Welpe zieht ein – und plötzlich dreht sich alles um die kleinen Dinge: Schlafen, Spielen, Stubenreinheit und natürlich die Frage: Was soll mein Welpe eigentlich fressen?

Die erste Zeit mit einem Welpen ist aufregend und manchmal auch ein bisschen überwältigend. Neben all den wichtigen Erfahrungen, die dein Hund in dieser Zeit sammelt, wird gleichzeitig der Grundstein für sein weiteres Leben gelegt. Eine passende Ernährung kann dabei ein wichtiger Bestandteil sein. Denn ein heranwachsender Hund hat andere Bedürfnisse als ein ausgewachsener Hund.

In diesem Beitrag schauen wir uns deshalb an, welche Nährstoffe dein Welpe braucht und welche Aufgaben sie im Körper übernehmen.

Was braucht ein Welpe eigentlich?

Der Hund ist ein fleischfressender Allesfresser. Das bedeutet: Fleischige Bestandteile bilden einen wichtigen Bestandteil seiner Ernährung, gleichzeitig kann der Hund auch viele andere Futtermittel verdauen. Damit der Körper funktionieren und wachsen kann, benötigt ein Hund verschiedene Nährstoffe. Grundsätzlich lassen sie sich in zwei große Gruppen einteilen:

Makronährstoffe

  • Proteine
  • Fette
  • Kohlenhydrate

Mikronährstoffe

  • Vitamine
  • Mineralstoffe und Spurenelemente

Dabei erfüllt jeder dieser Nährstoffe eine andere Aufgabe im Körper.

1. Proteine – die Baustoffe des Körpers

Proteine, also Eiweiße, sind für den wachsenden Körper besonders wichtig. Sie werden in den Körperzellen als Baumaterial benötigt und bilden unter anderem das Grundgerüst von Zellen und Gewebe. Außerdem dienen sie als Bausteine für beispielsweise Enzyme, Hormone, Antikörper, Organzellen, Knochen und Muskeln.

Proteine bestehen aus Aminosäuren. Einige davon sind essentiell – das bedeutet, dass sie über die Nahrung aufgenommen werden müssen. Dabei kommt es nicht nur darauf an, wie viel Protein im Futter enthalten ist. Auch die Zusammensetzung spielt eine Rolle. Die biologische Wertigkeit steigt mit der Anzahl der essentiellen Aminosäuren, die aufgenommen werden.

Proteine kommen beispielsweise in Fleisch, Ei und anderen tierischen Produkten vor, aber auch in pflanzlichen Quellen wie Soja und Bohnen.

2. Fette – Energie und Schutz

Auch Fette übernehmen wichtige Aufgaben. Sie dienen als langfristige Energiespeicher des Körpers und tragen außerdem zum Schutz der Organe bei. Leicht verdauliche Fette sind besonders energiereich. Darüber hinaus ist die Aufnahme von Fett über die Nahrung wichtig für die Nutzung der fettlöslichen Vitamine. Gerade bei einem heranwachsenden Hund spielt eine bedarfsgerechte Energieversorgung deshalb eine wichtige Rolle.

3. Kohlenhydrate – eine weitere Energiequelle

Kohlenhydrate umfassen verschiedene Zuckerformen, die sogenannten Saccharide. Komplexe Kohlenhydrate tragen zur Nährstoffversorgung bei und kommen beispielsweise in Getreide, Gemüse und Obst vor. Kohlenhydrate können außerdem als Energiespeicher dienen. Stärke wird beispielsweise in den Zellen gespeichert, während Glykogen in der Leber als Speicherform für die bedarfsgerechte Mobilisierung von Energie dient.

Hunde haben einen vergleichsweise geringen Bedarf an Kohlenhydraten. Gerade bei aktiven Hunden sollte aber auf eine ausreichende Ration geachtet werden. Interessant ist außerdem: Bei einem Mangel an Kohlenhydraten kann ein erhöhter Proteinbedarf entstehen.

4. Vitamine – kleine Mengen, wichtige Funktionen

Vitamine sind organische Verbindungen, die der Körper in kleinen Mengen benötigt. Dabei gibt es fettlösliche und wasserlösliche Vitamine. Nicht jedes Vitamin muss dabei zwingend über die Nahrung aufgenommen werden: Vitamin C können Hunde beispielsweise selbst herstellen.

Auch hier zeigt sich: Eine gute Ernährung besteht nicht nur aus einem einzelnen Bestandteil. Entscheidend ist das Zusammenspiel verschiedener Nährstoffe.

5. Mineralstoffe und Spurenelemente

Neben den Vitaminen spielen auch Mineralstoffe und Spurenelemente eine wichtige Rolle. Sie sind unter anderem am Zellstoffwechsel, am Transport zwischen Zellen und Organen sowie an der Reizweiterleitung und am Nervensystem beteiligt. Auch der Säure-Basen-Haushalt und die allgemeine Funktion des Stoffwechsels stehen damit in Zusammenhang.

Ein ausgewogenes Verhältnis verschiedener Mineralstoffe ist daher ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung.

Warum das Mineralstoffgleichgewicht wichtig ist

Ein ausgewogenes mineralisches Gleichgewicht ist eine wichtige Grundlage für die Gesundheit von Mensch und Tier. Mineralstoffe und Spurenelemente sind an zahlreichen lebenswichtigen Vorgängen beteiligt – unter anderem am Zellstoffwechsel, an der Kommunikation zwischen Zellen und Organen, an der Reizweiterleitung sowie an der Funktion des Nervensystems. Entscheidend ist dabei nicht die möglichst hohe Aufnahme einzelner Mineralstoffe, sondern ihr harmonisches Zusammenspiel im Körper. Ein ausgewogenes Verhältnis unterstützt den Säure-Basen-Haushalt und schafft damit eine wichtige Grundlage dafür, dass die verschiedenen Stoffwechselprozesse im Körper optimal ablaufen können.

Gerade bei einem heranwachsenden Hund sollte deshalb die gesamte Ernährung betrachtet werden und nicht nur ein einzelner Inhaltsstoff.

Welpenfütterung: Qualität und Ausgewogenheit zählen

Wenn ein Welpe einzieht, steht man schnell vor einer riesigen Auswahl an Futtermitteln. Trockenfutter, Nassfutter, verschiedene Zusammensetzungen, unterschiedliche Marken und zahlreiche Empfehlungen können die Entscheidung schwierig machen. Dabei sollte die Frage nicht nur lauten: „Welches Futter ist das beste?“

Sondern vielmehr: „Welches Futter passt zu meinem Hund und seinen individuellen Bedürfnissen?“

Denn ein Welpe befindet sich mitten in einer wichtigen Wachstumsphase. Die Ernährung sollte deshalb zu seinem Entwicklungsstand und seinem individuellen Bedarf passen.

Bei REiCO wird besonderer Wert auf die Auswahl hochwertiger Rohstoffe gelegt. Das Futter wird ohne Farb, Konservierungs-, künstliche Geschmacks- und Füllstoffe hergestellt. Außerdem wird auf Tier-, Soja-, Pflanzen- und Getreidemehle verzichtet. So wird eine natürliche und hochwertige Ernährung ermöglicht, die den individuellen Bedürfnissen unserer Tiere gerecht wird.

Fertigfutter oder Frischkost?

Auch diese Frage beschäftigt viele Hundebesitzer.

Die Antwort ist nicht unbedingt ein einfaches „entweder oder“. Entscheidend ist, dass die Ernährung den Bedürfnissen des jeweiligen Hundes gerecht wird und die benötigten Nährstoffe in geeigneter Form zur Verfügung stehen.

Gerade bei einem Welpen sollte man deshalb nicht einfach irgendein Futter auswählen, sondern sich genauer ansehen, was tatsächlich im Napf landet und ob die Ernährung zur jeweiligen Wachstumsphase passt.

Mein Tipp: Nicht verrückt machen lassen

Die Welpenzeit ist ohnehin eine Zeit voller neuer Eindrücke. Deshalb sollte auch die Fütterung möglichst unkompliziert und gut durchdacht sein. Du musst nicht jeden einzelnen Nährstoff selbst ausrechnen und auch nicht bei jeder Mahlzeit überlegen, ob dein Welpe heute wirklich alles bekommen hat, was er braucht. Viel wichtiger ist eine durchdachte, ausgewogene Ernährung, die zu deinem Hund passt. Und genau hier kann individuelle Beratung sinnvoll sein.

Du bist unsicher, was dein Welpe fressen sollte?

Du bist gerade mit deinem Welpen gestartet und fragst dich, ob das aktuelle Futter wirklich zu ihm passt?

Bei Artgerecht gefüttert möchte ich dir dabei helfen, dich im großen Angebot an Tierfutter zurechtzufinden und eine Fütterung zu finden, die zu deinem Tier passt.

Du hast Fragen zur Ernährung deines Welpen? Schreib mir gerne – gemeinsam schauen wir uns an, welche Fütterung zu euch passen könnte.